EIP-Agri-Projekt 2020-2023

WEIDE-BLOG

 

 

 

 

Jeder Standort hat andere Voraussetzungen und unterschiedliche Ziele und das ist gut so. Auch wenn wir, mit der Absicht die Ökosystemprozesse auf unseren Flächen zu verbessern, alle einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, sind unsere Maßnahmen nicht identisch. Sie werden individuell auf die Bedürfnisse Vorort angepasst und ändern sich fortlaufend.

 

 

Es geht darum, die Herde an den richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Verhalten zu bringen.         Allan Savory

 

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Ein klares Statement!

Wer hätte das gedacht? Wenn über 120 Kühe die Wahl haben, entscheiden sich fast alle für die "Unordnung".. :-)

Nebenbei Habitate gestalten

Für die aktive, natürliche Umgestaltung unserer Flächen fühlt sich unser Stier verantwortlich. Hier hat er z. B. eine ideale Behausung für bestimmte Wildbienenarten geschaffen. Eine senkrechte, offene Wand mit Ausrichtung nach Süden.....

Der ideale Kuhfladen

Idealerweise, d.h. wenn Zusammensetzung und Regenerationsdauer des Pflanzenbestands passen, kommt ein schöner Kuhfladen heraus, der auch sofort von von Mistkäfern besiedelt wird.

Die richtige Grashöhe

So sehen wir unsere Kühe am liebsten: Bis zum "Knie" im Gras, mit gesenktem Kopf, ohne viel herumzulaufen und nicht interessiert an dem, was es auf dem Nachbarfeld zu fressen geben könnte. 

Eine standortgerechte Herde

Als vergleichsweise kleiner Betrieb mit Flächen, die nicht in Gunstlagen liegen, ist es wichtig eine Herde zu haben, die gut an den Standort und an den dort wachsenden Grasbestand angepasst ist.

 

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Gute Futterverwerter

Diese alte Rasse kommt auch zurecht, wenn das Futterangebot wetterbedingt nicht so optimal ist (sie fallen nicht schnell vom Fleisch). Unsere Originale sind nicht wirklich heikel, dafür mitunter ziemlich stur...

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Braunvieh alter Zuchtrichtung

Wir haben uns für das Braunvieh alter Zuchtrichtung (Original Braunvieh) entschieden. Ein robuste Zweinutzungsrasse (Milch + Fleisch), die früher diese Kulturlandschaft durch ihren Einfluss geprägt hat - und anders herum.

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Einmal volltanken

Nach dem Melken scheint der Durst am größten zu sein. Auf dem Weg zur Weide wird nochmal richtig vollgetankt.

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2. Durchgang

Einen Monat später zieht die Herde wieder auf diese Fläche um, in einen üppigeren 2. Aufwuchs. Dementsprechend wird die Parzelle etwas enger, damit eine gleichmäßige Beweidung erfolgen kann.

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1. Durchgang

Dieses Foto ist Anfang Mai entstanden. Es steht noch nicht viel. Es war zu trocken und zu kalt (Ostwind). Die Herde kann nur wenige Stunden auf der zugeteilten Parzelle bleiben, die deshalb etwas großzügiger bemessen ist.

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Zufriedenheit

Nach dem die Kühe sich den Bauch vollgeschlagen haben, legen sie sich alle (dicht an dicht) hin und käuen wieder...

Weidereste

Hier sieht man, dass die Kühe fast die Hälfte des Grases abgefressen und zertrampelt haben. Es kann sofort weiterwachsen und dient dem Boden als Schutz vor Austrocknung.

Tierbesatz

Unsere Kühe sind 4 bis 5 Stunden auf einer Fläche. Danach ziehen sie weiter. Somit kann das Gras ca. 30 Tage ungestört weiterwachsen. Durch das relativ enge Zusammenhalten auf einer Fläche ergibt sich ein Tierbesatz von bis zu 350 Kühen pro Hektar!

Umstellung

Nach dem ersten mehrstündigen Frühstück wird erst mal gründlich wiedergekäut und dann etwas ausgeruht, bevor's zum "Brunchen" geht. Das viel Biomasse zurückbleibt, ist bei diesem Durchgang erwünscht.

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"Langrasenweide"

Die Unterschiede zum Vorjahr sind deutlich. Unsere Kühe haben ihr Verhalten ziemlich schnell dem neuen Management angepasst. Sie liegen viel dichter beieinander. Die Futteraufnahme geht schneller, weil sie weniger laufen müssen und es bleibt mehr Zeit zum Wiederkäuen.

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Kurzrasenweide

Ein Bild aus alten Tagen. Das Gras ist kurz und der Platz reichlich. Die Kühe liegen für sich alleine auf der ganzen Weide verteilt zum Wiederkäuen ab.

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Systemwechsel

Jetzt gehen wir so langsam von den den Vorweideparzellen (12 Stück, dafür größer) zu den Hauptweideparzellen (21-28 Stück, dafür kleiner) über, um mehr Tiereinwirkung auf die Fläche zu bekommen.

11 Stunden später....

….wird die Fläche mit relativ viel stehenden "Weideresten" zurückgelassen. Laut Plan ist eine ungestörte Regenerationszeit von ca. 28 Tagen vorgesehen.

2. Aufwuchs

Hier ein Foto vom 2. Aufwuchs Mitte Mai 2020 vor der Beweidung.

Kompromiss

Den Kühen wurde hier im Vergleich zur Jungviehherde mehr Raum zur Verfügung gestellt. Sie durften mehr selektieren und haben weniger niedergetrampelt. Ein paar Tage nach der Beweidung (nach dem Frost) hat sich auf dieser Fläche der Rotklee hervorgetan.

Knietief

Es kostet am Anfang Überwindung, eine Herde in einen hohen Bestand zu lassen. Unsere Jungviehherde leistet hier jedoch ganze Arbeit. Abends ist hier alles gleichmäßig abgefressen (siehe linke Ecke) und für das Bodenleben bleibt auch genügend Nahrung zurück.

Ein gemischter Haufen

Dieses Jahr läuft alles etwas anders bei uns. Da es im Frühjahr einen größeren, einschneidenden Wechsel in der Kuhherde gegeben hat, lassen wir die Kälber dieses Mal versuchsweise für die erste Zeit in der Herde mitlaufen.

Immer in der Spur bleiben..

Zufrieden und gemächlich geht's zurück zum Melken.

Aus dem Vollen schöpfen

Dafür muss man jetzt nicht "herumzupfen", sondern kann kraftvoll abreißen und genießen.