EIP-Agri-Projekt 2020-2023

WEIDE-BLOG

 

 

 

 

Jeder Standort hat andere Voraussetzungen und unterschiedliche Ziele und das ist gut so. Auch wenn wir, mit der Absicht die Ökosystemprozesse auf unseren Flächen zu verbessern, alle einen ganzheitlichen Ansatz verfolgen, sind unsere Maßnahmen nicht identisch. Sie werden individuell auf die Bedürfnisse Vorort angepasst und ändern sich fortlaufend.

 

 

Es geht darum, die Herde an den richtigen Ort, zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Verhalten zu bringen.         Allan Savory

 

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Saison 2021

Die neue Weidesaison hat vor ein paar Wochen begonnen und es ist zum "Mäuse melken": Schnee - Regen - Schnee - Regen - Regen - Regen -... und überhaupt ist der Mai insgesamt zu kalt. Auch die Kühe schieben einen Frust da draußen. Bei uns kommt zudem das Wasser nicht nur von oben runter sondern auch von unten hoch....

Ziel für die nächste Saison

Auf fast allen Flächen (auch am Steilhang) zeigt sich jetzt viel Rotklee. Ziel ist es, die Besatzdichte und das Timing so abzustimmen, dass der Klee weiter gefördert wird. Gleichzeitig gibt es an diversen Böschungen dominantes Vorkommen von Ruchgras, Straußgras und Hainsimse, die zukünftig durch mehr Störung etwas zurückgedrängt werden sollen.

Fazit der ersten Saison

Ganzheitliches Weidemanagement mit in der Herde integrierten Kälbern funktioniert sehr gut und hat sehr viel Vorteile . Z. B. ist mehr Bewegung in der Herde und das erhöht den Knickeffekt. Die Kälber fressen bald mit und gehen auch an die Stellen, die die Kühe übrig lassen. Der wirklich einzige (aber größte) Nachteil ist der Milchverlust im Tank.

Nebenbei Habitate gestalten

Für die aktive, natürliche Umgestaltung unserer Flächen fühlt sich unser Stier verantwortlich. Hier hat er z. B. eine ideale Behausung für bestimmte Wildbienenarten geschaffen. Eine senkrechte, offene Wand mit Ausrichtung nach Süden.....

Die richtige Grashöhe

So sehen wir unsere Kühe am liebsten: Bis zum "Knie" im Gras, mit gesenktem Kopf, ohne viel herumzulaufen und nicht interessiert an dem, was es auf dem Nachbarfeld zu fressen geben könnte. 

Der ideale Kuhfladen

Idealerweise, d.h. wenn Zusammensetzung und Regenerationsdauer des Pflanzenbestands passen, kommt ein schöner Kuhfladen heraus, der auch sofort von von Mistkäfern besiedelt wird.

Knietief

Es kostet am Anfang Überwindung, eine Herde in einen hohen Bestand zu lassen. Unsere Jungviehherde leistet hier jedoch ganze Arbeit. Abends ist hier alles gleichmäßig abgefressen (siehe linke Ecke) und für das Bodenleben bleibt auch genügend Nahrung zurück.

Kompromiss

Den Kühen wurde hier im Vergleich zur Jungviehherde mehr Raum zur Verfügung gestellt. Sie durften mehr selektieren und haben weniger niedergetrampelt. Ein paar Tage nach der Beweidung (nach dem Frost) hat sich auf dieser Fläche der Rotklee hervorgetan.

Ein gemischter Haufen

Dieses Jahr läuft alles etwas anders bei uns. Da es im Frühjahr einen größeren, einschneidenden Wechsel in der Kuhherde gegeben hat, lassen wir die Kälber dieses Mal versuchsweise für die erste Zeit in der Herde mitlaufen.